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Der Magenbypass
Funktionsweise:
Durch eine Verkleinerung des Magenvolumens und durch eine Umgehung des ersten
Dünndarmabschnittes wird sowohl die Essmenge an sich, als auch die Aufnahme der
Nahrung aus dem Darm reduziert. Diese OP-Methode eignet sich daher auch bei
Binge- oder Sweet-Eatern.
Spitalsaufenthalt: 5-7 Tage
Möglicher Gewichtsverlust: 70-80% des Übergewichtes in 2 Jahren
Geschwindigkeit des Gewichtsverlustes: sehr rasch
Vorteile des Magen-Bypass:
Durch den Magenbypass kommt es zu einem sehr raschen und großen Gewichtsverlust. Diese Operation ist auch bei Essstörungen wie Binge Eating (unkontrollierte Essattacken) oder Sweet Eating (vorzugsweise Süßigkeiten oder hochkalorische Getränke wie Fruchtsäfte, Limonaden) geeignet, jedoch kann es durch die Zufuhr von reichlich kohlenhydratreicher zu vorübergehendem Unwohlsein, Schindel sowie zu Schweißausbrüchen (Dumping) kommen.
Verhaltensregeln nach der Magenbypass-Operation:
Durch die Verkleinerung des Magenvolumens können besonders in der ersten Zeit nach der Operation nur noch kleine Trink- und Essmengen zu sich genommen werden. Im Rahmen des stationären Aufenthaltes erhalten Sie von unseren Diätassistentinnen genaue Diätvorschriften. Die tägliche Einnahme eines Vitaminpräparates wird zur Vermeidung von Vitamin- oder Spurenelemente-Mangelerscheinungen sowie dadurch ausgelöster Blutarmut (Eisenmangel, Folsäuremangel) dringend empfohlen. Weiters ist zur Vermeidung der Osteoporose (Knochenschwäche) eine kalziumreiche Kost einzuhalten. Durch den Hausarzt sind regelmäßige intramuskuläre Vitamin B12-Spritzen (in der Regel alle 3 Monate) durchzuführen.
Gastric Banding
Das verstellbare Magenband
Funktionsweise:
Durch das Magenband wird ein kleiner Vormagen angelegt, der sich bei Nahrungsaufnahme ausdehnt und so ein früheres Sättigungsgefühl erzeugen soll. Das Band kann über Anspritzen des Ports individuell angepasst werden.
Spitalsaufenthalt: 3-4 Tage
Möglicher Gewichtsverlust: 50-60% des Übergewichtes in 2 Jahren
Geschwindigkeit des Gewichtsverlustes: mittel
Vorteile des Magenbandes:
Die Anlage eines Magenbandes ist im Vergleich zu den anderen Methoden eine kleinere Operation, der Aufenthalt im Spital ist nach der OP kürzer. Der zu erwartende Gewichtsverlust ist beim Magenband jedoch auch geringer und stellt sich langsamer ein. Schwerwiegende Mangelerscheinungen sind nicht zu erwarten. An sich ist die Operation reversibel, das Band bleibt jedoch auch nach Erreichen des Gewichtsverlustes implantiert. Über Anspritzen des Ports kann das Band an die individuellen Erfordernisse angepasst werden.Vitamin-B-12 Spritzen sind nicht erforderlich.
Verhaltensregeln nach der Magenband-Operation:
Besonders in der ersten Zeit nach der Operation können nur noch kleine Nahrungsmengen zu sich genommen werden. Im Rahmen des stationären Aufenthaltes erhalten Sie von unseren Diätassistentinnen genaue Diätvorschriften. Die tägliche Einnahme eines Vitaminpräparates wird empfohlen. Weiters ist zur Vermeidung der Osteoporose (Knochenschwäche) eine kalziumreiche Kost einzuhalten. Die Einnahme von Süßigkeiten oder hochkalorischen Getränken wie Fruchtsäfte, Limonaden) ist strikt zu vermeiden. Je nach Gewichtsabnahme sind Anpassungen des Magenbandes erforderlich.
Die Sleeve Gastrectomy
Schlauchmagen-Bildung
Funktionsweise:
Durch die Anlage eines Schlauchmagens wird das Magenvolumens verkleinert und
Dadurch die Essmenge an sich reduziert. Der restlich Magenanteil wird entfernt. Ein
Hungerhormon (Ghrelin), das vor allem in diesem Magenanteil gebildet wird, wird dadurch
weniger produziert, weniger Heißhungerattacken sind die Folge.
Spitalsaufenthalt: 5-7 Tage
Möglicher Gewichtsverlust: 60-70%* des Übergewichtes in 2 Jahren
Geschwindigkeit des Gewichtsverlustes: mittel rasch
Vorteile des Schlauchmagens:
Durch die Sleeve gastrectomy kommt es zu einem raschen Gewichtsverlust, jedoch geringer als beim Magenbypass. Im Gegensatz zum Magenbypass sind regelmäßige Vitamin-B12 Spritzen nicht erforderlich. Der obere Verdauungstrakt bleibt mittels Magenspiegelung weiterhin einsehbar. Es wird kein Fremdkörper implantiert, die Operation ist in ihrem Ausmaß kleiner als der Magenbypass.
Verhaltensregeln nach der Schlauchmagen-Operation:
Durch die Verkleinerung des Magenvolumens können besonders in der ersten Zeit nach der Operation nur noch kleine Trinkmengen zu sich genommen werden. Im Rahmen des stationären Aufenthaltes erhalten Sie von unseren Diätassistentinnen genaue Diätvorschriften. Die tägliche Einnahme eines Vitaminpräparates wird zur Vermeidung von Vitamin- oder Spurenelemente-Mangelerscheinungen sowie dadurch ausgelöster Blutarmut (Eisenmangel, Folsäuremangel) dringend empfohlen. Weiters ist zur Vermeidung der Osteoporose (Knochenschwäche) eine kalziumreiche Kost einzuhalten.
* Nachdem es sich bei der Sleeve gastrectomy im Gegensatz zum Magenband oder Magenbypass aber um keine etablierte Operationsmethode handelt, muss ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass Informationen über den möglichen Gewichtsverlust, die Häufigkeit von Magenschlauch-Dilatationen und die Häufgkeit einer ungewollten Gewichtszunahme für den Langzeitverlauf nach der Operation derzeit noch nicht vorliegen
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